CakePHP 3.5 – Erste Schritte

Heute geht es mal um das in PHP geschriebene und quelloffene Webframework Cake in Version 3.5 (Stand 22.02.2018). Zunächst muss man sich überlegen, ob man lokal entwickeln möchte (zu empfehlen) und hinterher dann entweder per git pusht oder per FTP die Daten auf den Webserver läd oder ob man gleich auf seinem Webspace bei seinem Hostinganbieter entwickeln möchte.

Für alle lokalen Entwickler gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten:

  1. Man installiert sich alles benötigte (z.B. Apache Webserver, MySQL-Datenbank sowie PHP in einer möglichst aktuellen Version) selbst und übernimmt die Konfiguration. Vorteil ist, man nutzt wirklich nur, was man installiert und konfiguriert hat. Empfiehlt sich aber eher nur für sehr erfahrene Entwickler und ist zudem auch recht zeitaufwendig.
  2. Man nutzt eine Software wie MAMP oder XAMPP, welche bereits alles benötigte mit bringt und sich relativ leicht sowie zeitsparend einrichten lässt. Spätestens wenn man auf seinem Rechner in der Firma, auf dem Rechner zu Hause und auf dem Notebook für unterwegs alles installieren und einrichten möchte, ist die Entscheidung, meiner Ansicht nach, relativ schnell hierfür gefallen.

Früher habe ich alles selber installiert, später XAMPP und seit einer Empfehlung durch einen Kollegen, bin ich mittlerweile auf MAMP umgestiegen. Leider ist die Windows-Version noch bei 3.3.1 momentan aber Version 4 steht bereits als Beta-Version für Windows zur Verfügung. Unter Mac steht Version 4 bereits aktuell zur Verfügung.

Momentan, in Version 3, sieht MAMP noch wie folgt aus:

MAMP startet automatisch mit Windows (lässt sich auch deaktivieren) und über die Einstellungen kann man auch Dinge wie Ports, etc. jederzeit anpassen. Auch die PHP-Konfiguration lässt sich beliebig ändern und per „Server stoppen“ oder dann auch „Server starten“ sowohl den Webserver als auch den MySQL-Server mit einem Mausklick beenden oder halt starten.

Für CakePHP 3.5 muss in der PHP-Version, die ihr nutzen möchtet (ich nutze 7.1 derzeit), unbedingt in der php.ini die Zeile „extension=php_intl.dll“ auskommentiert werden.

Dazu das Semikolon „;“ vor der Zeile einfach entfernen und die Datei speichern. Dann einmal „Server stoppen“ anklicken und danach „Server starten“, damit die Änderung aktiv ist. Ich empfehle zudem, unter Windows, MAMP einfach direkt nach „C:\MAMP“ zu installieren, dann findet man relativ schnell alles, was man sucht.

Unter „bin“ findet man die PHP-Versionen und kann die php.ini dort anpassen und unter „htdocs“ packt man später seine Projekte, damit man sie über http://localhost aufrufen kann. Zusätzlich gibt es noch den Ordner „conf“, wo es noch eine php.ini je PHP-Version gibt. Sicherheitshalber diese ebenfalls anpassen.

Jetzt kann es mit CakePHP 3.5 endlich losgehen. Ach ne, moment. Ihr brauch noch den Composer. Aber keine Angst, das ist sehr schnell und einfach zu erledigen. Einfach den Installer herunterladen, ausführen und installieren. Dieser führt alles durch, was erforderlich ist, damit man ihn nun verwenden kann. Einfacher geht es wirklich nicht.

Wer jetzt die MS-DOS-Konsole öffnet (z.B. per WINDOWS-Taste + R und Eingabe von „cmd“), kann anschließend nach „C:\MAMP\htdocs“ navigieren um dort sein erstes CakePHP-Projekt anzulegen.

Unter Windows reicht die Eingabe von „composer“ ohne „php“ davor. Wer direkt auf seinem Webserver arbeitet, müsste php davor setzen, wie es auch der Doku von CakePHP zu entnehmen ist. Mit dem Parameter „create-project –prefer-dist cakephp/app“ teilt man dem Composer mit, das er ein neues Cake-Projekt erstellen soll und „mein-projekt“ ist einfach der Name der Anwendung, die man entwickeln möchte. Kann man also beliebig benennen.

An der Stelle verweise ich auf die CakePHP-Doku, welche einen Quick Start Guide bietet, der in einem ersten Mini-Projekt erklärt, wie Cake funktioniert. Bei YouTube findet man zwar auch viele (meist englischsprachige) Videos aber fast nichts (brauchbares) zu CakePHP 3.5. Und vor 3.5 waren manche Dinge einfach anders und funktionieren mit 3.5 halt nicht mehr bzw. nicht mehr auf diese dort gezeigte Weise. Daher am besten die Original-Doku durcharbeiten, so trocken und – wie ich finde – schwierig der Einstieg auch sein mag. Spätestens wenn man das MVC-Modell in Cake mal in Aktion erlebt hat, erschließen sich die Dinge nach und nach, wie Anfangs erst noch wie unverständlich wirken und man erfährt die erste „Magie“, die davon aus geht.

Davon jedoch mehr in einem späteren Artikel. 😉

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